Tcha entdecken: Ein Gespräch mit Joya Burda über einen einzigartigen Concept Store
Aus der Vision seiner Gründerin heraus hat sich Tcha zu einem lebendigen Concept Store entwickelt. Das ist nicht einfach eine Verkaufsfläche, sondern eine Leinwand, auf der Marken und Künstler ihre Geschichten malen – und auf der Besucher zu einer Reise voller Entdeckung, Ausdruck und Gemeinschaft aufbrechen. Lass uns die Geschichte von Tcha entdecken – einem Concept Store, der sich dem Gewöhnlichen widersetzt und das Außergewöhnliche feiert.
Was ist die Geschichte von Tcha? Wie hast du angefangen?
Ich habe Tcha im Januar gestartet, direkt nach dem letzten Lockdown in der Schweiz. Ich wollte meine Plattform nutzen, um Marken und Künstler zu zeigen, die nicht die Mittel haben, sich selbst zu präsentieren – mit dem Fokus auf Stücken, die mir selbst gefallen, um so einen Einblick in mein eigenes Leben zu geben. Zufällig habe ich meine Idee eines möglichen Matcha-Pop-ups (in Gstaad) mit der richtigen Person besprochen, und sie hat mir ihre Gewerbefläche in Saanen für 4 Tage angeboten. Der Schwerpunkt lag darauf, Matcha-Getränke zu servieren, aber weil der Raum so groß war, musste ich eine Gruppe von Freunden und Bekannten mit eigenen Marken zusammentrommeln, um ihn zu füllen. Das blieb mein einziger Pop-up mit Matcha-Ausschank, denn mir wurde schnell klar, dass ich ein größeres Team bräuchte, um gleichzeitig zu verkaufen, Gastgeberin zu sein und Matcha zu servieren. Von da an habe ich Pop-ups in der Schweiz und in Frankreich gemacht, immer mit einer Mischung aus lokalen Marken und Künstlern und den Marken, die Tcha ohnehin schon führte.
Wie bist du auf den Namen „Tcha“ gekommen? Was ist die Verbindung zu „Matcha“?
Tcha kommt ursprünglich von Tcha Ma, was von Matcha abgeleitet ist. Ich mochte den Namen Tcha Ma nicht besonders, aber als ich ihn bei Google eingab, um die Verfügbarkeit zu prüfen, tippte ich aus Versehen nur Tcha ein – und die Urban-Dictionary-Definition für Tcha erschien: ein Ausruf der Freude oder eine Variante von „Ja“. Und so bekam Tcha seinen Namen.
Wie läuft die Kuratierung der Marken ab, die du für deinen Pop-up auswählst? Wie entscheidest du, welche Marken und Produkte du zeigst?
Jetzt, wo wir einen festen Laden in Berlin haben, möchte ich die Spannung und Neuheit der Pop-ups lebendig halten. Deshalb kommen wöchentlich neue Produkte herein, und alle zwei Monate stellen neue Künstler aus. So kann ich weiterhin neue Talente aufspüren und entdecken. Am Ende entscheide ich danach, wie mir das Produkt gefällt und wie gut ich mit der Person dahinter klarkomme.
In deinen Pop-ups findet man alles – von Kleidung über Glaswaren bis zu Snacks. Was ist der gemeinsame Kern all dieser Marken und Produkte, der sie im selben Raum zusammenbringt?
Der Wunsch, die Welt und die Gesellschaft ein Stück besser zu machen – das ist, würde ich sagen, der rote Faden zwischen allen Marken und Produkten. Und auch Produkte, die Freude machen, ob verspielt oder sinnlich – bei uns wirst du fündig.
Du musst um die ganze Welt reisen, um verschiedene Marken zu entdecken und zusammenzubringen. Wie findest du sie?
Oft werden wir von neuen Marken über Social Media angesprochen, ansonsten suche ich auf großen offenen Märkten und Messen. Außerdem habe ich das große Glück, durch Freunde, Kollegen und Freunde von Freunden fast täglich neue Künstler und Marken kennenzulernen.
Wie hast du dich entschieden, dich in Berlin niederzulassen, nachdem du dein Pop-up in so vielen verschiedenen Städten hattest?
Ehrlich gesagt war es schlicht die Menge an Markenchancen und Kooperationen, die sich während des Berliner Pop-ups zeigten – schneller und zahlreicher als in allen anderen Städten. Berlin ist wirklich eine Stadt, in der niemand verurteilt wird, und die Menschen sind so offen dafür, neue Mode, Unterhaltung und vieles mehr auszuprobieren. Neues funktioniert gut in Berlin, Anderssein funktioniert gut in Berlin – und Frauen, die Frauen unterstützen, blühen in Berlin auf.
Glaubst du, dass deine Community von dieser Veränderung betroffen ist? Ist es jetzt, wo du fest in Berlin bist, leichter, eine feste Gemeinschaft aufzubauen? Wie definierst du die Community von Tcha?
Ich glaube, es ist wichtig, Wurzeln zu haben, und ich sehe diesen Laden in Berlin als unsere Wurzeln. Der Laden ist teils Kunstgalerie, teils Einzelhandel, teils Kreativatelier – im unteren Bereich habe ich eine Keramikwerkstatt und ein Schmuckatelier, die von Kreativen genutzt werden, die mit Tcha verbunden sind. Die Gemeinschaft, die wir aufbauen, ist eine der grenzenlosen Fantasie, der Unterstützung und der Möglichkeiten. Wir sind ein sicherer Raum für jede Form von Kreativität.
Was sind deine Zukunftspläne und Wünsche für Tcha? Steht bald etwas an?
Die Zukunft von Tcha ist spannend. Ich bewege mich weg von der Mode und mehr in Richtung Interior – sowohl im Laden als auch mit meinen eigenen Kooperationen. Jetzt, wo wir auch Olivenöl und Matcha verkaufen, faszinieren mich die Möglichkeiten, die sich in der Lebensmittelwelt eröffnen. Vor Kurzem haben wir angefangen, Workshops zu veranstalten, die Wissen und Unterhaltung verbinden. Ich wollte Tcha schon immer einen interaktiven Aspekt geben, und mit diesen Workshops gelingt mir das. Wir hatten schon Etikette und Wein, als Nächstes kommt ganzheitliche Gesundheit. Gerade jetzt, wo die kälteren Monate näher rücken, suchen die Menschen nach anderen Wegen, zusammenzukommen und sich zu verbinden. Ich sehe eine große Nachfrage nach Neuem und Nischigem, und das kann ich in die Workshops einfließen lassen.
Hol dir die Wegbeschreibung, besuch Tcha in Berlin und shoppe Matcha Union.